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Das kleine Diabetes-Wörterbuch


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abnorme Nüchternglukose

Liegen die Nüchternglukosewerte zwischen 110 und 125 mg/dl (venöses Plasma) bzw. 90 und 109 mg/dl (venöses oder kapilläres Vollblut), spricht man von einer abnormen Nüchternglukose oder „impaired fasting glucose“ (IFG). In diesem Fall sollte jedoch auch die Glukose-Toleranz mit Hilfe des OGTT ermittelt werden, um den Befund abzusichern.

Acarbose

Ein Alpha-Glucosidase-Hemmer, der in der Behandlung des Typ-2 Diabetes verwendet wird. Mögliche Nebenwirkungen: Blähungen (Meteorismus), Durchfälle.

Acetonurie

Erhöhte Aceton-Werte im Harn im Zustand der relativen Entgleisung bei Blutzuckerwerten über 250 mg/dl.

Adipositas

"Fettleibigkeit". Vermehrung des Fettgewebes am ganzen Körper. Entsteht meist entweder durch übermäßige Nahrungsaufnahme und mangelnde Bewegung oder durch eine Stoffwechselerkrankung. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat Adipositas als Krankheit eingestuft.
Das Körpergewicht wird häufig mit dem Body Mass Index (BMI) beurteilt. BMI = Körpergewicht (KG) in Kilogramm (kg) durch das Quadrat der Körpergröße in Meter [KG (kg)/m²]. Ein BMI von über 25 gilt als Übergewicht.
Ab einem BMI von 30 kg/m2 und höher spricht man von Fettleibigkeit.

Adrenalin

Eines der so genannten "Stress-Hormone", die im Nebennierenmark gebildet werden. Es ist der Gegenspieler (Antagonist) zum Insulin. Es erhöht den Blutdruck und den Blutzucker.

adrenerge Symptome

Symptome bei Unterzuckerung: Schwitzen, Zittern, Herzklopfen, schneller Puls (Tachykardie), Unruhe, Nervosität, Hungergefühl, Aggressivität.

Albuminurie

Übermäßig starke Albumin-/Eiweiß-Ausscheidung mit dem Urin. Anzeichen einer Nierenerkrankung, oft als Komplikation eines Diabetes mellitus.

Alpha-Glukosidase-Inhibitoren

Gleichbedeutend Alpha-Glukosidase-Hemmer. Es handelt sich hierbei um orale Antidiabetika. Sie verlangsamen die Aufnahme von Glukose im Darm und somit auch den Glukoseanstieg im Blut.

Alpha-Zellen

Glukagon produzierende Zellen der Langerhans-Inseln in der Bauchspeicheldrüse.

Analog-Insuline

Insuline mit gentechnisch abgeänderter Aminosäuresequenz und verbesserten Produkteigenschaften.<//span>

Antikörper

Ein Proteinprodukt der Lymphozyten (B-Zellen) des Blutes, das als Antwort des Immunsystems auf Fremdstoffe (Antigene) entsteht.

Arteriosklerose, Atherosklerose

Überbegriff für Erkrankungen, bei denen es zu einer Verdickung der Arterienwände mit gleichzeitigem Verlust der Elastizität kommt. Kennzeichen sind Ablagerungen aus Cholesterin, Fett und Zellabfällen an den Arterienwänden. Begünstigt durch zunehmendes Alter, Fettleibigkeit, Rauchen, Bluthochdruck, erhöhte Cholesterin-Werte, Stoffwechselerkrankungen und Diabetes mellitus.

Autoantikörper

Das Immunsystem bildet aufgrund von krankhaften Fehlregulationen Antikörper gegen körpereigene Zellen.

Autoimmunerkrankungen

Erkrankungen, die ganz oder teilweise durch die Bildung von Antikörpern entstehen, die zerstörerisch auf Organe des eigenen Körpers ("autoaggressiv") wirken. Das Auftreten eines Diabetes Typ-1 geht oft mit einer erhöhten Antikörper-Produktion parallel, die eine Zerstörung von Betazellen der Bauchspeicheldrüse bedingt.

Autoimmunreaktion

Antigen-Antikörper-Reaktion zwischen Autoantigen und spezifischem Autoantikörper infolge der Autoimmunkrankheit.<//span>

Ballaststoffe

Sind nicht verwertbare Kohlenhydrate, Pflanzen- und Nahrungsfasern. Der tägliche Bedarf: mindestens 30 Gramm. Sie bewirken einerseits, dass man mehr und länger kauen muss, andererseits ein länger anhaltendes Sättigungsgefühl. Sie tragen wesentlich zu einem langsameren Blutzuckeranstieg bei und senken die Blutfette (siehe auch Triglyzeride).

Basis-Bolus-Therapie

Bei dieser Therapie wird mehrmals täglich der Blutzuckerspiegel gemessen und nach Bedarf Insulin gespritzt. Insulinpräparate mit unterschiedlicher Wirkdauer regulieren den Blutzuckerspiegel.

Bauchspeicheldrüse

Lage: Hinter dem unteren Teil des Magens. Im exokrinen Teil produziert der etwa handgroße Pankreas täglich 1,5 Liter Verdauungssaft, der in den Zwölffingerdarm abgegeben wird. Im endokrinen Drüsenteil entstehen Hormone Insulin und Glukagon und werden in das Blut abgegeben. Sie regulieren den Blutzucker.

BE

siehe Broteinheit

Betazellen

Auch B-Zellen (ß-Zellen). Insulin produzierende Zellen der Langerhans-Inseln in der Bauchspeicheldrüse.

Biguanid

Blutzuckersenkendes Medikament, das die Produktion von Glukose in der Leber unterdrückt und nicht direkt auf die Insulinproduktion wirkt.

Blutfette

Gemessen werden normalerweise HDL-Cholesterin, LDL-Cholesterin und Triglyceride. Erhöhtes LDL-Cholesterin und Triglyzerine und gleichzeitig erniedrigte HDL-Cholesterinwerte sind Risikofaktoren für Herz-und Gefäßerkrankungen und treten häufig in Zusammenhang mit Typ-2 Diabetes auf. <//span>

Blutkreislauf

Versorgungssystem des Organismus. Über das Blut werden die Körperzellen mit Nährstoffen versorgt. Im Blut werden zum Beispiel Sauerstoff, Glukose und Blutfette transportiert.

Blutzuckermessgerät

Handgerät, das den Blutzuckerspiegel misst. Ein Tropfen Blut (das man durch einen Stich in den Finger erhält) wird auf einen schmalen Streifen aufgetragen, den man in das Messgerät einführt. Das Messgerät misst den Blutzuckerspiegel und zeigt ihn anschließend an

Blutzuckerspiegel

Konzentration an Glukose (Traubenzucker) im Blut. Der Blutzuckerspiegel kann gemessen werden. Der normale Nüchternblutzuckerspiegel liegt unter 110 mg/dl. Nach einer kohlenhydratreichen Mahlzeit liegt der normale Blutzucker unter 140 mg/dl. Erhöhte Messwerte können als Hinweis auf Diabetes mellitus gelten.

BMI

Abkürzung für Body Mass Index. Dieser Rechenwert (kg/m2) beschreibt das Körpergewicht in Kilogramm in Abhängigkeit zur Körpergröße in Metern (m). Werte unter 19 gelten als zu niedrig, über 25 als zu hoch.

Body-Mass-Index

Siehe BMI

Broteinheit

Früher BE, die 12 g Kohlenhydraten entsprach. Wird heute durch KE oder als BE im Sinne von Berechnungseinheit ersetzt, die als Schätzeinheit 10 - 12 g Kohlenhydraten entspricht.

Cholesterin

Ein Fett, das im Blut zirkuliert. Erhöhte Cholesterin-Werte machen das Auftreten von Atherosklerose wahrscheinlich. Siehe auch HDL, LDL.  

Continuous subcutaneous insulin infusion (CSII)

(englische) Bezeichnung für das Insulin-verabreichende Pumpensystem.

Cortisol

Hormon, das von den Nebennieren produziert wird. Erhöht den Blutzuckerspiegel.

D-Glukose

Traubenzucker, der üblicherweise Glukose genannt wird. Er kommt als D- und L-Glukose vor, wobei aber nur die D-Glukose biologisch von Bedeutung ist.

Dawn (Dämmerungs)-Phänomen

Anstieg des Blutzuckerspiegels zwischen 4.00 und 8.00 Uhr morgens. Wird ausgelöst u.a. durch eine verminderte Empfindlichkeit für Insulin und erhöhte Ausschüttung von Stress-Hormonen.

Delta-Zellen

Zellen der Bauchspeicheldrüse, die Somatostatin (wachstumshemmendes Hormon) produzieren.

Diabetes Control and Complications Trial (DCCT)

Die bislang größte Langzeitstudie (über 10 Jahre) zum Typ 1-Diabetes. Gesponsert und 1993 veröffentlicht vom National Institut of Health (USA). Wichtigstes Ergebnis: Ein normnaher Blutzuckerspiegel reduziert nachweislich das Risiko für die diabetische Retinopathie, Polyneuropathie und Nephropathie. Für die günstige Krankheitsprognose ist eine frühzeitige gute Diabeteseinstellung unausweichlich.

Diabetes insipidus

Eine seltene Erkrankung, die nicht mit Diabetes mellitus verwandt ist. Wird üblicherweise ausgelöst durch den Mangel eines Hormons, das von der Hypophyse produziert wird und zu massiver Wasserausscheidung von 30 l und mehr am Tag führt.

Diabetes mellitus

Wörtliche Bedeutung: Honigsüßer Durchfluss. Im deutschen Sprachraum auch allgemein Zuckerkrankheit genannt. Die Erkrankung ist gekennzeichnet durch erhöhte Blutzuckerwerte mit möglichen Spätfolgen für Augen, Nieren, Herz und Kreislauf sowie andere Organe. Siehe auch Typ-1 Diabetes, Typ-2 Diabetes, Gestationsdiabetes.

Diabetes Typ-1

Früher auch jugendlicher Diabetes genannt.
Eine Autoimmunerkrankung, bei der die Bauchspeicheldrüse eines Menschen kein oder sehr wenig Insulin produziert. Die Erkrankung beginnt meist im Kindes-, Jugend- oder frühen Erwachsenenalter. Die Betroffenen müssen lebenslang Insulin spritzen.

Diabetes Typ-2

Früher auch Altersdiabetes genannt.
Die Bauchspeicheldrüse eines Menschen mit Typ-2 Diabetes produziert nicht mehr ausreichend Insulin. Der Körper reagiert nur noch ungenügend auf die verminderte körpereigene Insulinausschüttung. Die Leistung der Insulin produzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse (Betazellen) nimmt mit dem Fortschreiten der Erkrankung ab. Die Erkrankung beginnt meist im mittleren bis späteren Erwachsenenalter und ist oft mit anderen Erkrankungen wie Bluthochdruck und Fettstoffwechselstörungen verbunden. Die Betroffenen nehmen orale Antidiabetika oder spritzen Insulin.

diabetische Ketoazidose

Durch Insulinmangel wird vermehrt Fett abgebaut. Dadurch erhöhte Werte von Ketonkörpern, die das Blut übersäuern (Ketonkörper gehören zum Fettstoffwechsel des Körpers). Dieser Zustand gilt als Vorstufe zum diabetischen ketoazidotischen Koma, kann lebensgefährlich werden und bedarf sofortiger Behandlung.

diabetische Nephropathie

Störungen der Nierenfunktion durch jahrelang schlecht eingestellten Diabetes mellitus.

diabetische Polyneuropathie

Nervenschäden durch jahrelang schlecht eingestellten Diabetes mellitus. Sie kann unter anderem zum diabetischen Fuß führen. Es werden drei Arten unterschieden: Bei der peripheren Neuropathie sind die motorischen Nerven betroffen (regeln die Muskelfunktion). Die sensorischen Nerven steuern das Gefühl für Schmerz und die Kontrolle im Raum. Das autonome Nervensystem kontrolliert unwillkürliche Funktionen wie die Verdauung. Alle drei Arten: motorische, sensorische und autonome Nerven können von einer diabetischen Neuropathie betroffen sein.  <//span>

diabetische Retinopathie

Zerstörung kleinster Blutgefäße im Auge durch jahrelang schlecht eingestellten Diabetes mellitus. Die Folge sind Sehprobleme bis hin zur Erblindung.

diabetischer Fuß / diabetisches Fußsyndrom

Der diabetische Fuß ist eine häufige Nerven- und Gefäßschädigung bei Diabetikern in den Füßen und Unterschenkeln, die meist mit Geschwüren und / oder abgestorbenem Gewebe einhergeht.

diabetisches Koma

Auch "hyperglykämisches Koma". Lebensbedrohliche, unkontrollierte Situation vorwiegend bei Typ 1-Diabetes, die aus einem Mangel an Insulin resultiert. Muss sofort mit Elektrolytlösungen und ggfs. mit Insulin behandelt werden. Lebensgefahr!

distale symmetrische Polyneuropathie

Die distale symmetrische Polyneuropathie ist mit über 90 Prozent die häufigste Form der diabetischen Nervenerkrankungen. Die Beschwerden treten typischerweise symmetrisch, also beidseitig auf und betreffen bevorzugt mehrere Nerven bzw. die Nervenabschnitte, die vom Körperstamm am weitesten entfernt sind: das heißt Zehen, Füße oder Finger.

Einfachzucker

= Monosaccharide. Diese sind ohne Umwandlung sofort verwertbar: Traubenzucker und Fruchtzucker gelangen nach dem Verzehr ohne Umweg über den Verdauungstrakt direkt ins Blut.

endogenes Insulin

Die Insulinproduktion erfolgt in den Betazellen der Bauchspeicheldrüse. Bei Patienten mit Typ-1 Diabetes ist die Insulinproduktion praktisch unmöglich durch den Untergang der Betazellen. Bei den meisten Typ-2 Diabetikern kann initial noch Insulin produziert werden, die Körperzellen reagieren jedoch nicht mehr so sensibel darauf. Die Betazellen reagieren mit erhöhter Insulinproduktion, was langfristig zur Ermüdung der Betazellen führt.

exogenes Insulin

Durch Infusion oder Injektion zugeführtes Insulin.

exokrine Drüsen

Drüsen, die ihre Absonderungen (Sekret) meist durch einen Ausführungsgang an eine freie Oberfläche (Haut, Verdauungstrakt) abgeben. Sie werden unterschieden von endokrinen Drüsen, also Hormondrüsen, die keinen Ausführungsgang haben und ihre Absonderungen (»Inkret«; Hormon ) direkt in die Blut- bzw. Lymphgefäße oder ins Gewebe abgeben.

Fette

Energie liefernde Nahrungsbestandteile, zum Beispiel in Streichfetten, Ölen, Wurst- und Fleischwaren sowie in Milchprodukten und Käse.

Fruktose

= Fruchtzucker, gehört zu den Einfachzuckern. Als Zuckeraustauschstoff in zahlreichen Diabetiker-Lebensmitteln enthalten. Ein Gramm Fruktose enthält vier Kilokalorien, 17 Kilojoule und entspricht damit exakt einem Gramm Haushaltszucker. Für den Abbau der gleichen Menge an Fruktose benötigt der Körper weniger Insulin als bei Haushaltszucker.

gegenregulierende (Stress-) Hormone

Hormone, die bei Stress-Situationen ausgeschüttet werden. Sie umfassen Glukagon, Adrenalin, Noradrenalin, Cortisol und Wachstumshormon. Sie regen die Leber zur Freisetzung von Glukose und die Zellen zur Freisetzung von Fettsäuren an, um den erhöhten Energiebedarf abzudecken. Wenn der Körper einen Insulinmangel aufweist, dann können solche Extra-"Brennstoffe" zu erhöhtem Blutzucker und einer Ketoazidose führen.

Gestationsdiabetes

Schwangerschaftsdiabetes, tritt bei etwa ein bis fünf Prozent aller Schwangeren vorübergehend auf und verschwindet in der Regel wieder nach der Geburt. Muss unbedingt streng vom Arzt und der werdenden Mutter überwacht und behandelt werden. Dann besteht kaum Risiko für Folgeschäden.

gestörte Glukosetoleranz

Eine gestörte Glukosetoleranz oder Glucokeintoleranz liegt vor, wenn nach dem oralen Glukose-Toleranztest der Plasmaglukosewert im venösen Blut nach 2 Stunden zwischen 140 und 199 mg/dl liegt.

gestörte Glukoseverträglichkeit

Begriff zur Beschreibung von Blutzuckerspiegeln, die zwischen dem normalen und diabetischen Bereich liegen. Ist an sich noch keine Form von Diabetes, kann sich aber bei Nichtbeachtung zu Diabetes entwickeln.

gestörte Hypoglykämiewahrnehmung

der Patient erkennt die Warnzeichen einer Unterzuckerung nicht mehr.

Glukagon

Ein in der Bauchspeicheldrüse produziertes Hormon, das den Blutzuckerspiegel anhebt. Eine Glukagon-Injektion wird zur Behandlung einer schweren Unterzuckerung (Hypoglykämie) mit Fremdhilfe gegeben. Gegenspieler des Insulins.

Glukose

= Traubenzucker. Ist ein Einfachzucker. Der Wert der Blutglukose, oder Blutzucker, wird bei der Blutzuckerbestimmung gemessen.

Glukosurie

Zuckerausscheidung im Harn.

Glykämie

Anwesenheit von Glukose im Blut. Siehe auch Hypoglykämie, Hyperglykämie.

Glykogen

Ein Riesen-Zuckermolekül, das aus vielen einzelnen Zucker(Glukose-)molekülen besteht und Speicherzustand der Glukose ist. Es kommt im Körper hauptsächlich im Muskel und in der Leber vor. Wird bei Bedarf in seine Einzel-Zuckerbausteine zerlegt, um ins Blut zu gelangen.

Haemoglobin

Eisenhaltiges Pigment der roten Blutzellen. Transportiert Sauerstoff aus den Lungen ins Gewebe.

Halbwertzeit

Maß für den Zeitraum, den ein Medikament, Hormon oder anderer Stoff im Körper benötigt, um zu 50 Prozent abgebaut zu werden.

Harnzuckertest

Durch einen Teststreifen lässt sich der Zuckergehalt des Urins messen. Die Messung ist ungenau und soll nach Möglichkeit durch Blutzuckermessung ersetzt werden.

HbA1C-Wert

Hämoglobin A1C: Gilt als das Blutzuckergedächtnis des Körpers. Gibt die Konzentration der Hämoglobin-Moleküle an, die durch eine hohe Blutzuckerkonzentration Glucose gebunden haben. Daten von bis zu zehn Wochen vor Messung werden mit diesem Wert überprüfbar. Normalwert: < 6,5 %.

HDL

= High density lipoprotein. Das so genannte "gute Cholesterin": Hohe Blutwerte an HDL (über 60 mg/dl) sollen Herzerkrankungen vorbeugen. Dem gegenüber stehen Studienergebnisse, die einen niedrigen HDL- Wert (unter 35mg/dl) mit einem erhöhten Risiko für Erkrankungen der Herzkranzgefäße in Zusammenhang bringen.

Herz-Kreislauf-Erkrankung

Erkrankung des Herzens und der Blutgefäße.

Honeymoon (Flitterwochen)-Phase

Temporäres Abklingen der Krankheit. Tritt bei etwa 20% der Typ-1 Patienten kurz nach Ausbruch der Krankheit auf. Die Bauchspeicheldrüse fängt wieder an, bis zu einem gewissen Grad Insulin zu produzieren, jedoch nur für einige Wochen oder Monate.

Hormon

Botenstoff aus einer Hormondrüse, hat verschiedene Funktionen, wirkt in kleinsten Mengen an oder in unterschiedlichen Geweben.

Hyperglykämie

Erhöhter Blutzuckerwert. Zu den akuten Anzeichen zählen: häufiger Wasserdrang und übermäßiger Durst. Unbehandelt kommt es zu diabetischen Folgeerkrankungen: Herzkreislauf-Schäden, Nervenschäden (Neuropathien), Augenerkrankungen (Retinopathien) und Nierenerkrankungen (Nephropathien).

hyperglykämisches Koma

auch "diabetisches Koma". Lebensbedrohliche, unkontrollierte Situation vorwiegend bei Typ 1-Diabetes, die aus einem Mangel an Insulin resultiert. Muss sofort mit Elektrolytlösungen und ggfs. mit Insulin behandelt werden. Lebensgefahr!

Hyperinsulinämie

Zu hohe Konzentration von Insulin im Blut.

Hyperlipidämie

Allgemeiner Ausdruck für überhöhten Fettgehalt im Blut, z.B. Cholesterin und Triglyceride.

hyperosmolares Koma

Ausgeprägte Hyperglykämie mit einer Glukosekonzentration von meistens über 600 mg/dl begleitet von schwerer Austrocknung. Ein paralleles Auftreten von Ketonämie und Azidose (Übersäurung) ist möglich, aber aufgrund einer in der Regel bestehenden Restsekretion von Insulin selten. Behandlung: Flüssigkeits- und Elektrolytersatz, dann die Insulingabe sowie weitere Maßnahmen.

Hypertonie

Bluthochdruck. Für die Diagnose müssen mindestens drei Mal erhöhte Blutdruckwerte bei mindestens zwei verschiedenen Gelegenheiten gemessen werden. Die Hypertonie gilt als Risikofaktor für arteriosklerotische Gefäßerkrankungen ("Verkalkungen").

Hypoglykämie

Auch Unterzuckerung genannt.
Erniedrigte Blutzuckerwerte (unter 60 mg/dl). Ursache können zu niedrige Kohlenhydrat-Aufnahme, zuviel Insulin oder übermäßige körperliche Anstrengung sein. Beschwerden: Schwitzen, Zittern, Sehstörungen, Koordinationsstörungen, Schwindelgefühl, Launigkeit, Verwirrung. Eine unbehandelte Unterzuckerung kann zu Bewusstlosigkeit führen.

Impaired fasting glucose

Siehe: Abnorme Nüchternglukose.

Insulin

Das Hormon wird als Antwort auf die im Blut kreisende Glukose in den Langerhans-Zellen (Betazellen) der Bauchspeicheldrüse gebildet. Schlüsselfunktion beim Einschleusen des Blutzuckers in die Zellen und zur folgenden Energiegewinnung. Ein Fehlen oder eine ungenügende Wirksamkeit des Insulins sowie eine verminderte Empfindlichkeit auf Insulin beeinflusst den Zucker- und Fettstoffwechsel.

Insulin-Pen

Kleine, wieder verwendbare, stiftähnliche Insulinspritze.

Insulinmangel, absoluter

Die Bauspeicheldrüse ist nicht mehr in der Lage, genügend Insulin zu bilden und abzugeben, um den Blutzuckerspiegel zu senken. Zustand beim Diabetes Typ-1.

Insulinmangel, relativer

Obwohl Insulin produziert wird, ist die Wirkung nicht ausreichend, um den Blutzuckerspiegel auf den Normalbereich zu senken. Ursachen: Die Insulinrezeptoren sind defekt oder die Wirkung des Insulins ist abgeschwächt. Zustand beim Diabetes Typ-2.

Insulinpumpe

Durch eine kleine, tragbare Pumpe wird kontinuierlich Normalinsulin (oder ein schnell wirkendes Insulinanalogon) in den Körper gepumpt.

Insulinresistenz

Eine grundlegende Stoffwechselabnormalität, die oft Ursache für den Typ-2 Diabetes ist. Die Körperzellen reagieren zu gering oder gar nicht mehr auf Insulin. Sie sind resistent für Insulin.

Insulinsekretionsstörung

Eine Insulinsekretionsstörung liegt vor, wenn die Betazellen der Bauchspeicheldrüse nach dem Essen ungenügend Insulin zur Verfügung stellen. Dies führt zu erhöhten Blutzuckerwerten.

Insulinsensitizer

Gehören zur Klasse der Glitazone. Insulinsensitizer erhöhen die Sensitivität der Körperzellen für Insulin und bewirken so eine Verminderung des Blutzuckers.

intensivierte Insulinbehandlung, -therapie

Vielfache tägliche Anwendung von Insulininjektionen oder einer Insulin-Infusionspumpe, um eine ganz strenge Blutzuckerkontrolle zu gewährleisten. Sie ist verbunden mit häufigen Selbstkontrollen des Blutzuckerspiegels. Insulinpräparate mit unterschiedlicher Wirksamkeit regulieren den Blutzuckerspiegel.

Kalorien

Energieeinheiten, die dem Körper durch Nahrung zugeführt werden. Kohlenhydrate, Proteine und Fett sind die primären Kalorienlieferanten aus der Nahrung, aber auch Alkohol enthält Kalorien. Alle zugeführten Kalorien, die nicht in Energie umgewandelt werden, können als Fett gespeichert werden.

Kapillarblut

Blut aus den kleinsten Haargefäßen.

Ketoazidose

Bei Insulinmangel auftretende Stoffwechselentgleisung. Diabetiker mit einer solchen diabetischen Ketoazidose haben einen sehr hohen Blutzuckerwert und das Blut ist übersäuert.

Ketone (Ketonkörper)

Abfallprodukte, die entstehen, wenn Fettsäuren zur Energiegewinnung gespalten werden.

Ketonurie

Vorhandensein von Ketonen im Urin.

Kohlenhydrate

Energieliefernde Nahrungsbestandteile. Der Abbau erfolgt zu Glukose, welche den Blutzucker erhöht. In der ausgewogenen, gesunden Ernährung sollten Kohlenhydrate bis zu 50 Prozent enthalten sein.

Kohlenhydrateinheiten

Abkürzungen: BE, KE, KHE. Schätzwert der Kohlenhydratmenge. Eine BE/KE/KHE entspricht zehn bis zwölf Gramm Kohlenhydraten ohne Ballaststoffanteil. Spezielle Tabellen geben Auskunft über die jeweilige Kohlenhydratmenge.

kongenitale Anomalie

Strukturelle Abnormität, die schon vor der Geburt entsteht. Auch Geburtsfehler genannt.

konventionelle Insulintherapie

Starres Insulin-Programm. Ein- bis zweimal täglich wird Mischinsulin gespritzt, und die Aufnahme von Kohlenhydraten (Menge und Zeit) wird festgelegt.

Kreatinin

Abbauprodukt von Muskelgewebe. Bei fortgeschrittener Nierenfunktionseinschränkung kommt es zu einer Konzentrationserhöhung im Blut.

Kreatinin-Clearance

Ein Laborwert zur Beurteilung der Nierenfunktion. Kreatinin ist ein Abbauprodukt von Kreatin und wird sowohl im Blut als auch im Urin nachgewiesen. Der gesunde Blutwert liegt zwischen 0,5 und 1,2 mg/dl.

labiler Diabetes

Zustand, der durch extreme Blutzuckerschwankungen in kurzen Zeitabständen gekennzeichnet ist. Kommt bei einem kleinen Prozentsatz bei Diabetes Typ-1 Patienten vor, vor allem nach dem ersten Jahr. Wird auch als instabiler Diabetes bezeichnet.

LADA-Diabetes

Durch eine Verbesserung der Diagnose-Methoden mit Hilfe immunologischer Verfahren können heute immer häufiger auch im fortgeschrittenen Alter Fälle von Diabetes gefunden werden, die auf eine Autoimmunstörung zurückzuführen sind. Diese Form des Typ 1-Diabetes wird latent autoimmune diabetes in adults (LADA) bezeichnet.

Laktatazidose

Übersäuerung (Azidose) des Blutes durch Anhäufung von Milchsäure (Laktat). In ausgeprägten Fällen kann die Laktatazidose zu Schock und Versagen der Nierenfunktion führen. Die Ursachen der Laktatazidose sind vielfältig. Manche Medikamente, z.B. die in der Diabetologie verwendeten Biguanide, können unter bestimmten Umständen zu Laktatazidose führen.

Laktose

= Milchzucker. Ein Doppelzucker (Disaccharid) aus Traubenzucker und Galaktose. In Milch und Milchprodukten. Muss daher als Kohlenhydratportion mitgerechnet werden. Wirkt in größeren Mengen abführend.

Langerhans-Inseln

Auch Langerhans'sche Inseln genannt.
Zellgruppen innerhalb der Bauchspeicheldrüse. Enthalten Beta-Zellen, Alpha-Zellen und Delta-Zellen.

Lanzette

Kleines, scharfes Gerät, mit dem man kleine Einschnitte in der Haut machen kann.

LDL

= Low density lipoprotein. Das "schlechte Cholesterin". Eine Erhöhung der LDL-Werte bedingt ein steigendes Risiko für Herzerkrankungen. Als behandlungsbedürftig gilt allgemein ein Blutspiegel über 130 mg/dl.

Lipoprotein

Ein Molekül, das zu einem Teil aus Lipid (Fett) und zu einem Teil aus Protein (Eiweiß) besteht (z.B. HDL- und LDL-Cholesterin). Die übliche Verteilung der Blut-Lipide kann beim Diabetiker verändert sein.

Makroangiopathie

Krankhafte Verhärtung der großen und größeren Blutgefäße ( z.B. Herzkranzgefäße).

Makula-Ödem

Anschwellen der Retina (Netzhaut) infolge von Flüssigkeitsüberschuss.

Maltose

= Malzzucker. Ein Doppelzucker (Disaccharid) aus zwei Teilen Traubenzucker. In Bier und Malzbier enthalten. Hat keine direkte Wirkung auf den Blutzuckerspiegel. Kann gastrointestinale Nebenwirkungen (= Magen-Darm-Beschwerden) hervorrufen.

Metabolisches Syndrom

Eine Stoffwechselerkrankung, die mehrere Bereiche einschließt: Adipositas (Fettleibigkeit), erhöhte Blutfette, Bluthochdruck und Typ-2 Diabetes.

Metformin

Ein orales Antidiabetikum. Gehört zur Klasse der Biguanide.

mg/dl

Milligramm pro Deziliter = ein Tausendstel Gramm auf einen Zehntel Liter. Standard der Maßeinheit u.a. für den Blutzuckerwert. Normalwert beim Diabetiker nüchtern: 80 - 110 mg/dl.

Mikroalbuminurie

Sehr geringer Proteingehalt im Urin. Sehr früher Hinweis auf Nierenschädigung. Ferner ein Hinweis auf erhöhtes Risiko für Gefäßerkrankungen. Bei rechtzeitigem Erkennen und Behandlung kann der Verlauf von Diabetes deutlich gebessert werden.

Mikroangiopathie

Typische Spätfolge des Diabetes mellitus, die auf Störungen der Durchblutung in den kleinen und kleinsten arteriellen Gefäßen (Auge, Niere, Nervensystem) zurückzuführen ist.

Myokardinfarkt

(M.I.), Schädigung des Herzmuskels, die durch Verstopfung einer oder mehrerer Herzkranzgefäße (Koronararterien) verursacht wird. Herzinfarkt.

Nährstoffe

Energieliefernde Nährstoffe: Eiweiß, Fett und Kohlenhydrate liefern Energie (Kilokalorien/Kilojoule). Energiefreie Nährstoffe: Wasser, Vitamine, Mineralstoffe, Ballaststoffe, Farb-, Duft- und Geschmacksstoffe.

Nephropathie

Siehe: Diabetische Nephropathie

Neuropathie

Siehe: Diabetische Neuropathie

nicht-proliferative Retinopathie

Ein Typ der diabetischen Retinopathie. Kennzeichnend sind das Auftreten von Blutungen, Flüssigkeitsansammlung, sowie abnorme Erweiterung der Blutgefäße im Auge. Wird auch als einfache Retinopathie bezeichnet.

Nierenschwelle

Wenn die Blutzuckerwerte bei Menschen mit Diabetes ansteigen und dabei eine Konzentration von 150 bis 200 mg/dl übersteigen,  wird Glukose auch im Urin ausgeschieden. Die Blutzuckerkonzentration, bei der die Harnzuckerausscheidung beginnt, wird als Nierenschwelle bezeichnet.

Nüchternblutzucker

Den Nüchternblutzuckerwert misst man vor der ersten Tagesmahlzeit (d.h. nach einer Nahrungskarenz von mindestens 8 Stunden). Werte aus dem venösen Blut über 126 mg/dl bzw. 7,0 mmol/l und Werte aus der Fingerbeere von über 110 mg/dl bzw. 6,1 mmol/l geben Hinweis auf einen Diabetes mellitus.

Nüchterntest auf Plasmaglukose

Diagnostischer Test auf Diabetes, bei dem der Patient vom Vorabend an nichts mehr essen und trinken darf.

orale Antidiabetika

Blutzuckersenkende Medikamente in Tablettenform. Kommen nur für Typ-2 Diabetes in Frage.

oraler Glukosetoleranztest bzw. oraler Glukoseverträglichkeitstest (OGTT)

Diagnostischer Test auf Zuckerstoffwechselbeeinträchtigung.
Dieser Test prüft die Fähigkeit des Organismus, eine Standard-Menge an Glukose abzubauen. Die Glukose wird als Zuckerlösung getrunken. Der Blutzuckerwert nach zwei Stunden kann zur Beurteilung verwertet werden.
Der Patient muss über Nacht fasten, am nächsten Morgen werden einige Blutproben entnommen (im Laufe von zwei Stunden), vor und nachdem der Patient ein standardisiertes zuckerhaltiges Getränk zu sich genommen hat.
Ein oraler Glukosetoleranztest wird durchgeführt, wenn der Verdacht auf Vorliegen eines Diabetes besteht, z. B. aufgrund eines erhöhten Nüchternblutzuckerwertes (Plasmaglukose 100-125 mg/dl [5,6 bis 6,9 mmol/l]). Es wird eine Lösung von 75 g Glukose und 250-300 ml Wasser getrunken. Nach 120 Minuten wird der Blutzuckerwert (Plasmaglukose) bestimmt. Wenn der Wert über 200 mg/dl bzw. über 11,1 mmol/l liegt, ist ein Diabetes mellitus diagnostiziert.

Pankreas

Siehe: Bauchspeicheldrüse

Pankreasektomie

Chirurgische Entfernung des Pankreas.

Parästhesie

Gefühl von Taubheit, Stechen oder Kribbeln, manchmal auch Schmerz.

Pedographie

Die Pedographie erfasst die Verteilung des Druckes, den das Körpergewicht auf den Fuß ausübt. Drucksensoren in einer Matte oder einer in den Schuh eingelegten Folie ermitteln die Kräfte, die während des Gehens auf den Fuß einwirken. Mit orthopädischen Schuhen ist eine Umverteilung des Druckes möglich, und so können Geschwüre oftmals verhindert werden.

Pen (englisch: Stift)

Stiftförmige Injektionshilfe für Insulin.

Photokoagulation

Prozess, bei dem Licht- oder Laserstrahlen eingesetzt werden, um lokale Blutgerinnung zu erzielen. Dient zum Verschluss von blutenden Blutgefäßen sowie zur Behandlung anderer Augenerkrankungen.

Plasma

Das klare Filtrat des Blutes ohne Blutkörperchen.

Polydipsie

Erheblich verstärktes Durstgefühl, ein Zeichen für zu hohen Blutzucker.

Polyneuropathie

Siehe: Diabetische Polyneuropathie.

Polyphagie

Übermäßiger Appetit und Überessen, ein Zeichen für Insulinmangel.

Polysaccharide

= Vielfachzucker. Zusammengesetzt aus langen Einfachzuckerketten. Erst durch den Abbau in die einzelnen Zuckerbestandteile gelangen sie z. B. als Glukose ins Blut und wirken sich auf den Blutzuckerspiegel aus. Beispiel: Stärke (enthalten in Kartoffeln, Mehl, Reis usw.)

Polyurie

Extrem große Urin-Ausscheidung als Zeichen für zu hohen Blutzucker.

postprandial

Nach der Mahlzeit.

präprandial

Vor der Mahlzeit.

Proliferative Retinopathie

Ein Typ der diabetischen Retinopathie, der gekennzeichnet ist durch das Wachstum neuer Blutgefäße im Auge, in Verbindung mit Blutungen. Frühe Behandlung mit Hilfe von Photokoagulation ist notwendig, um einer Erblindung vorzubeugen. Fortgeschrittene Form einer Augenerkrankung bei Diabetes.

Protein

= Eiweiß. Aus Aminosäuren zusammengesetzte Naturstoffe des Körpers, erfüllen vielfältige Funktionen im Körper (z. B. Baustoff von Membranen und Zellen, Transport für Stoffe in Körperflüssigkeiten.

Proteinurie

Nachweis von Protein (Eiweiß) im Urin als ein Hinweis auf mögliche Nierenschäden.

Retinopathie

Siehe: Diabetische Retinopathie

Rezeptoren

Bindungsstellen an einer Zelle, die mit bestimmten Stoffen nach dem "Schlüssel-Schloss-Prinzip" reagieren.

Rohrzucker

= Zucker aus Zuckerrohr, Saccharose. Enthält wie Haushaltszucker keine Vitamine oder Mineralstoffe und wirkt sich direkt auf den Blutzuckerspiegel aus.

Saccharose

= Rohr-, Rüben- oder Haushaltszucker ist ein Zweifachzucker (Disaccharid) aus je einem Teil Trauben- und Fruchtzucker. Nach Spaltung im Blut in Glukose und Fruktose wirkt sich die Glukose auf den Blutzuckerspiegel aus.

Schlaganfall

Wird durch eine Blutung im Gehirn oder durch einen Blutpfropfen (Thrombus) ausgelöst, der eine Arterie blockiert. Wird auch zerebrovaskulärer Insult (Hirnschlag) genannt. Er kann mit vorübergehenden oder bleibenden Schäden wie einer Halbseitslähmung einhergehen.

Schwangerschaftsdiabetes

Zustand, bei dem Frauen, die vorher keinen Diabetes hatten, während der Schwangerschaft erhöhte Blutzuckerspiegel entwickeln. Diagnose in der 24.-28. Woche. Meistens normalisieren sich die Werte nach der Geburt wieder, aber das Risiko für die Entwicklung eines Typ-2 Diabetes ist erhöht.

sekundärer Diabetes

Zustand, bei dem die Bauchspeicheldrüse oder ein anderes Organ durch Krankheit, Chemikalien oder Medikamente geschädigt wird und somit die Insulinproduktion beeinträchtigt wird.

Serum

Blutwasser; der von Fibrin und Blutkörperchen befreite wässrige Bestandteil des Blutes.

SMBG

Self-monitoring of blood glucose, d.h. Selbstkontrolle des Blutzuckerspiegels. Betrifft Diabetes-Patienten, die eigenständig ihren Blutzuckerspiegel ermitteln, um ihre Krankheit in den Griff zu bekommen.

Somatostatin

Hormon, das von den Delta-Zellen der Langerhans-Inseln produziert wird. Unterstützt die Regulierung des Blutzuckerspiegels durch kontrollierte Insulin- und Glukagonausschüttung zwischen den Mahlzeiten.

Stoffwechsel

Die gesamten Vorgänge des Abbaus und der Umwandlung von Substraten zur Energiegewinnung und zum Aufbau und Abbau des Organismus.

Thrombus

(Mehrzahl: Thromben) Blutgerinnsel, die sich z.B. auf den Innenwänden von Blutgefäßen bilden.

Triglyzeride

Fettstoffe des Körpers, die zusammengesetzt sind aus drei Fettsäuren (Tri-) und Glycerol (-glyzerid). Die im Blut gemessenen Triglyzeride sind oft bei schlecht eingestelltem Diabetes oder bei Übergewicht erhöht.

Typ-1 Diabetes

Früher unter dem Begriff des Insulin-abhängigen (dependent) Diabetes mellitus (IDDM) bekannt. Bei dieser Form bildet die Bauchspeicheldrüse nur ganz geringe oder gar keine Mengen an Insulin. Der Grund: Die Betazellen sind zerstört. Der Diabetes tritt plötzlich und meist bei unter Vierzigjährigen auf. Die täglichen Insulindosen können durch Spritzen, Insulinpens oder Insulinpumpen gegeben werden. Weiterhin sind eine gute Ernährung, regelmäßige sportliche Betätigung und tägliche Blutzuckerkontrollen Teil des Selbstmanagements.

Typ-2 Diabetes

Früher bekannt als Nicht-Insulin-abhängiger (dependent) Diabetes mellitus (NIDDM). Er tritt auf bei Insulinresistenz und bei abnehmender Betazellen-Zahl und –Funktion der Bauchspeicheldrüse. Diät und regelmäßige körperliche Bewegung sind die Basis der Behandlung. Reicht dies nicht aus, werden blutzuckersenkende Tabletten, bzw. Insulin eingesetzt. 90 bis 95 Prozent aller Diabetiker fallen unter diesen Typ.

Übergewicht

siehe Adipositas

Überzuckerung

Auch Hyperglykämie genannt. Vermehrter Glukosegehalt im Blut.

UKPDS

United Kingdom Prospective Diabetes Study. Die größte Langzeitstudie (über 10 Jahre) zum Typ-2 Diabetes: Die ersten Ergebnisse wurden 1998 veröffentlicht. Wichtigstes Ergebnis: "Das Auftreten von Folgeerkrankungen hängt von der Höhe der Hyperglykämie ab. Für einen günstigeren Krankheitsverlauf ist eine frühzeitige gute Diabeteseinstellung entscheidend“.

Unterzuckerung

Auch Hypoglykämie genannt.
Absinken des Blutzuckerspiegels auf unter 50 Milligramm pro Deziliter (mg/dl) bzw. 2,8 mmol/l Glukose. Ein sehr niedriger Blutzuckerspiegel führt zu hypoglykämischen Zuständen, mit Symptomen wie hypoglykämischer Schock mit Pupillenerweiterung, Inkontinenz und Muskelkrämpfen.

Vaskulär

Blutgefäße betreffend.

vaskuläres Risiko

Risiko einer Schädigung von Organen und Geweben (Herz, Hirn, Beine, Niere, Augen, Nerven) infolge einer Blutgefässschädigung. Die Schädigung wird durch Diabetes und/oder Bluthochdruck sowie Hyperlipidämie (erhöhte Blutfette) ausgelöst.

venöses Blut

Blut aus Venen (Blutgefäße), die das Blut zum Herzen zurückführen.

Verzögerungsprofil

Wirkprofil von Verzögerungsinsulinen (langwirkende Insuline, die keine Anteile von kurzwirksamen Bolusinsulinen enthalten).

Vollblut

Die in den Blutgefäßen zirkulierende Flüssigkeit.

Zuckeraustauschstoffe

Der Energiegehalt von Fruchtzucker ist vier Kilokalorien/g, der von Zuckeralkoholen 2,4 Kilokalorien/g. Diese Werte sollten auf die Energiebilanz mit angerechnet werden. Kohlenhydratberechnung: 0,6g/g Zuckeralkohol, 1g/g Fruktose.

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