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Fit durch Herbst und Winter: Bewegungstipps für die kalte Jahreszeit

Wie heißt es so schön: Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur schlechte Bekleidung. Die Wetterlage ist auch in den kühlen Monaten keine Ausrede, um auf Bewegung im Freien zu verzichten. Erfahre alles über tolle Sportarten für Herbst und Winter, passende Kleidung und die notwendige Vorbereitung.

An schönen Herbsttagen können Skaten oder Radfahren richtig gute Laune machen. Acht zu geben ist dabei nur auf heruntergefallenes Laub, welches vor allem bei Tauwetter am Morgen recht rutschig sein kann. Wandern, Joggen oder Laufen geht eigentlich bei jeder Temperatur und bei fast jeder Wetterlage. Es kommt nur auf das richtige Schuhwerk an. Mittlerweile gibt es fast in ganz Österreich diverse Lauf-Treffen, die sich immer über neue Läufer und Läuferinnen freuen - einfach erkundigen, was alles in der näheren Umgebung angeboten wird. Gemeinsam mit Freunden steht ein paar Runden Fußball, Rugby oder American Football auch bei kühleren Temperaturen nichts im Weg. Sobald es dann richtig kalt, kann man die Eislaufschuhe auspacken und ab auf’s Eis. Wem Eishockey eine Spur zu wild ist, der kann einfach beim gemütlichen Eislaufen bleiben. Wenn dann auch noch der erste Schnee fällt, Kinder und Rodeln einpacken und ab auf die Piste. Die Wintersportliebhaber werden mit Ski bzw. Snowboard ohnehin schon in den Startlöchern stehen.

Aufwärmen als Verletzungsprophylaxe

Vom geheizten Raum in die Kälte und direkt Losstarten kann auf Lunge und Bronchien gehen. Mit langsamen Einlaufen oder ein paar Übungen zuvor am Stand kann der Stoffwechsel hochfahren und der Organismus hat etwas Zeit sich an die kalten Temperaturen zu gewöhnen. Werden neue Sportarten ausprobiert, empfiehlt sich ein langsames Herantasten, um Verletzungen zu vermeiden. Auch wenn die Motivation zu Beginn sehr groß ist, lieber die ersten paar Trainingseinheiten etwas kürzer einplanen. Der Körper muss sich an die Bewegungsmuster erst gewöhnen. Außerdem braucht das zentrale Nervensystem mehrmaliges Wiederholen, um Abläufe zu speichern und bei der nächsten Einheit wieder abrufen zu können.

Gut gekleidet, Schicht für Schicht

Wer jeder Wetterlage trotzen will, kleidet sich nach dem Drei-Schicht-Prinzip. Auf bequeme Unterwäsche folgt eine wärmende Isolationsschicht (idealerweise aus atmungsaktiver Funktionswäsche), die mit einer wärmenden Schutzschicht (Materialien aus Softshell leisten hierbei gute Dienste) abschließt. Um auch bei schlechter Sicht, aufgrund von Nebel oder früh einsetzender Dunkelheit, gut gesehen zu werden, können Reflektoren auf der Kleidung angebracht werden. Die Insulinpumpe bzw. diverses Diabetes-Equipment kann gut in Sportkleidung mit kleinen eingenähten Innentaschen verstaut werden. Online finden sich einige Kleidungsstücke mit dieser speziellen Ausstattung. Wer geschickt im Umgang mit Nadel und Faden ist, kann sich die kleinen Taschen auch einfach selbst innen in das Lieblings-Trainingsoutfit nähen.

Einfach mal Abkoppeln

Das könnte vor allem bei Kontaktsportarten wie Fußball, Basketball, Eishockey, Rugby oder American Football eine Option sein. Gemeint ist das Abkoppeln der Insulinpumpe. Bis zu einer Stunde sollte ein Abkoppeln möglich sein, wird Folgendes beachtet:

  • Blutzuckermessen VOR dem Abkoppeln: der Blutzucker sollte zwischen 150-180 mg/dl liegen. Tut er das nicht und liegt er darunter oder darüber, am besten hier vorbeischauen und die Tipps bei „Countdown vor dem Sport“ nachlesen.
  • Katheter-Nadel und verbleibendes Schlauchstück mit einem wasserdichten Pflaster abkleben, um sie vor Schweiß zu schützen.
  • Zur Sicherheit nach 30 Minuten den Blutzucker erneut kontrollieren.
  • Insulinpumpe währenddessen sauber, trocken und kühl lagern.
  • Vor dem ersten Abkoppeln sollte mit einem Diabetologen oder einem Diätologen Rücksprache gehalten werden.

Motivation

Wer jetzt noch keine Lust auf Sport bekommen hat, denkt am besten an das entspannte Gefühl nach dem anstrengenden Training und an die Glücksgefühle, die dann durch den Körper schießen. Bewegung an der frischen Luft bringt noch einen weiteren Vorteil mit sich: mit jedem Sonnenstrahl auf unserer Haut tanken wir Vitamin D, welches uns zusätzlich gesund und fit hält.

 

Sportliche Grüße und viel Spaß beim Auspowern!

 

Deine Diätologin,

Andrea

SAAT.DIA.18.05.0265f 10/19