Austria Flag Diese Website ist nur für Österreich gültig
bookmark Seite versenden drucken

GLP1-Therapie


GLP-1 (Glucagon-like-Peptide)-1 bzw. Glucagon-ähnliches Peptid ist der Hauptvertreter einer Hormongruppe, welche man als Inkretine bezeichnet. GLP-1 wird mahlzeitenabhängig hauptsächlich im Dünndarm gebildet. Neben einer Vielzahl teils noch nicht gänzlich geklärter Funktionen im Körper steuert GLP-1 insbesondere die Freisetzung der pankreatischen Hormone Insulin und Glucagon, indem Insulin stimuliert und Glucagon blockiert wird. Dadurch kommt es zu einer physiologischen Blutzuckerregulation.

Bei Menschen mit Typ-2 Diabetes besteht ein GLP-1 Defizit, was zum Zustand chronisch erhöhter Blutzuckerwerte und ausgeprägter Insulinresistenz beiträgt. Aus diesem Grund hat die forschende Pharmaindustrie in den vergangenen Jahren Arzneimittel entwickelt, welche entweder den Abbau des körpereigenen GLP-1 verhindern, bzw. verlangsamen (Gliptine) oder durch den ähnlichen Strukturbau GLP-1 Funktionen im Körper nachahmen (GLP-1 Rezeptoragonisten). Inzwischen wurden mehrere GLP-1 Rezeptoragonisten in der Therapie des Typ-2 Diabetes eingeführt. Neben ihrer guten blutzuckersenkenden Wirkung besteht ihr besonderer Vorteil in mahlzeitbezogener Wirksamkeit, was weitgehendes Fehlen der Unterzuckerung bei alleiniger Gabe bedeutet und durch ihren appetithemmenden Effekt auch Gewichtsabnahme zur Folge hat, ein wünschenswerter Nebeneffekt angesichts der Übergewichtsproblematik beim Typ-2 Diabetes.

GLP-1 Rezeptoragonisten werden entweder in der Kombinationstherapie mit oralen Antidiabetika wie Metformin, Sulfonylharnstoffe oder Pioglitazon eingesetzt oder auch als Partner zu Basalinsulin. Alle diese Produkte werden ausschließlich als Injektion unter der Haut (subkutan) verabreicht in einer Häufigkeit - je nach Präparat - von 1x täglich bis einmal wöchentlich.

BMI Rechner


zum BMI-Rechner

Mission T1D App


Auf zur Mission T1D!


Wörterbuch


Zum Wörterbuch

App 4 Kids
Wörterbuch
FAQs
Kontakt