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Hier haben wir für Sie häufig gestellte Fragen zum Thema Diabetes zusammengestellt


♦ Welche Einflüsse auf den Blutzucker gibt es?

Es gibt viele Faktoren, die den Blutzucker beeinflussen.
Diese Checkliste zur Fehlerfindung bei mangelhafter Einstellung hilft Ihnen bei der Fehlersuche weiter:

Folgende Faktoren können Einfluss auf den Blutzucker nehmen:

ErnährungVerzögerungsinsulinTagesablauf
VerdauungInjektionszeitpunktSport
Spritz-Ess-AbstandInjektionsstelleMedikamente
Insulin pro BroteinheitInjektionstiefe Menstruationszyklus
InsulindosisInsulinempfindlichkeitKrankheit
NormalinsulinGeweberesorptionStress

 


♦ Welche Risikofaktoren für einen Typ-2 Diabetes gibt es?

  • Alkohol
  • Bewegungsarmut
  • Bluthochdruck
  • Falsche Ernährung
  • Rauchen
  • Übergewicht

 


♦ Wann muss ein Typ-2 Diabetiker Insulin spritzen?

Wenn der Blutzucker trotz Diät, Bewegung und Tabletten nicht mehr richtig eingestellt werden kann. Als optimales Therapieziel gilt hier ein HbA1c-Wert unter 48 mmol/mol (6,5%).
Dadurch kann nicht nur der Blutzucker effektiv gesenkt, sondern es können auch Folgeerkrankungen hinausgezögert oder minimiert werden.

 


♦ Wie spritze ich Insulin richtig?

Bevorzugte Stellen zum Insulinspritzen sind der Bauch und die Außenseite der Oberschenkel. Das Gesäß ist nicht so gut für die Selbstinjektion geeignet, da es schwierig ist, dort gleichzeitig die Hautfalte zu halten. Generell gilt aber: möglichst zur gleichen Tageszeit ins gleiche Areal spritzen, z. B. Mahlzeiteninsuline in den Bauch, Insuline für die Nacht in die Oberschenkel, um Unterschiede in der Insulinwirkung möglichst gering zu halten und damit den Wirkungsverlauf besser einschätzen zu können.

Innerhalb des Spritzareals sollten die Injektionsstellen gewechselt werden, um Hautschäden zu vermeiden. Bitte konsultieren Sie aber stets zuerst Ihren Arzt!

Das Insulin soll subkutan, d.h. ins Unterhautfettgewebe injiziert werden. Dabei wird die Nadel in die gehaltene Hautfalte im Winkel von 45°-90° eingestochen, je nach Dicke des Unterhautfettgewebes. Bei dickem Unterhautfettgewebe bzw. bei Verwendung kurzer Nadeln kann senkrecht (=90°) eingestochen werden.
 
Aus dem Unterhautfettgewebe wird das Insulin gleichmäßig in die Blutbahn aufgenommen.

Wird das Insulin in den Muskel gespritzt, ist die Insulinwirkung variabler. Dadurch können bei häufiger Insulininjektion im Muskelgewebe unbeabsichtigte Blutzuckerschwankungen auftreten.

Zum Beispiel kann es aus dem Muskel zu einem schnelleren Wirkungseintritt und damit zu einer kürzeren Wirkung des Insulins kommen, weil das Muskelgewebe meist besser durchblutet ist als das Fettgewebe.

Nach erfolgter Injektion soll die Nadel noch kurz in der Haut verbleiben (bis 10 zählen), damit sich das Insulin im Unterhautfettgewebe verteilen kann und nicht durch den Einstichkanal zurückläuft.

 


♦ Wie muss Insulin aufbewahrt werden?

Generell gilt:

• Insulin ist bei Temperaturen zwischen 2°C und 8°C zu lagern, am besten im Gemüsefach Ihres Kühlschrankes.

• Das Insulin darf nicht gefrieren oder über 30°C erhitzt werden. Es ist möglichst vor direkter Sonnen- und Wärmeeinwirkung zu schützen.

• Im Gebrauch befindliches Insulin sollte bei Raumtemperatur (bis 25°C) aufbewahrt und muss innerhalb von 4 Wochen aufgebraucht werden.

• Unsachgemäß gelagerte Insulinzubereitungen bitte nicht mehr weiter verwenden.

• Insulin-Pens sollten niemals in den Kühlschrank gelegt werden!

 

Das bedeutet zum Beispiel auf Urlaubsreisen:

Im Sommerurlaub braucht das Insulin nicht unbedingt in den Kühlschrank und auch Kühltaschen sind entbehrlich. Aber das Insulin muss vor direkter Sonnen- und Hitzeeinwirkung über 30°C geschützt werden. Dann können Sie es 4 Wochen lang verwenden.

Im Winterurlaub muss das Insulin vor dem Gefrieren geschützt werden, indem Sie es direkt am Körper tragen.
Zum Beispiel beim Ski fahren in der Jackeninnentasche oder der Gürteltasche unter der Schibekleidung, außerhalb können leicht Minusgrade auftreten, die zum Wirkverlust des Insulins führen können.

• Kommt es bei der Um- bzw. Einstellung auf Insulin zu einer Gewichtszunahme?

Es kann bei der Ein- bzw. Umstellung auf eine Insulintherapie zu einer Gewichtszunahme kommen, das ist aber nicht zwingend. Eine Gewichtszunahme ist nicht automatisch vom Insulin, sondern in erster Linie von der Kalorienaufnahme abhängig. In jedem Fall sollte auch unter einer Insulintherapie auf eine ausgewogene und fettreduzierte Ernährung geachtet werden.

 


♦ Wie erkenne ich eine Unterzuckerung (Hypoglykämie)?

Blutzuckerwerte unter 50mg/dl gelten als Unterzuckerung. Erste Anzeichen einer möglichen Unterzuckerung sind Nervosität, Kopfschmerzen, Schwindel- und Schwächegefühl, kalter Schweiß und Benommenheit. Auch andere Personen können erste Anzeichen einer Unterzuckerung bei Ihnen wahrnehmen. Dies sind Blässe, Gereiztheit, Gangunsicherheit und Zittern.

 


♦ Was muss ich bei den ersten Anzeichen einer Unterzuckerung tun?

Sobald Sie die ersten Anzeichen einer Unterzuckerung wahrnehmen, sollten Sie in jedem Fall schnell wirkende Kohlenhydrate zu sich nehmen. Das können 2 bis 3 Tafeln Traubenzucker und ein halbes Glas Cola oder Fruchtsaft sein. Im Anschluss sollten Sie in jedem Fall Ihren Blutzucker messen. Lag Ihr Blutzucker unter 40 mg/dl sollten Sie zusätzlich lang wirkende Kohlenhydrate wie Brot, Schokolade oder Müsli zu sich nehmen, um zu verhindern, dass Ihr Blutzucker in den nächsten Stunden wieder zu stark sinkt. Gelingt es Ihnen nicht, den Blutzucker in den Griff zu bekommen, sollten Sie in jedem Fall Ihren Arzt aufsuchen.

 


♦ Welche speziellen Vorsorgeuntersuchungen sollten Diabetiker regelmäßig durchführen lassen?

• Augen – Augenhintergrund spiegeln 1 mal im Jahr
• Nieren – Mindestens 1 mal pro Jahr sollte die Nierenfunktion getestet, alle 3 Monate sollte der Urin auf Einweiß (Mikroalbumin) untersucht werden
• Nerven – Mindestens 1 mal pro Jahr sollte die Nervenfunktion getestet werden
• Füße - Regelmäßige Kontrolle der Füße durch den Hausarzt
• Blutgefäße – Mindestens einmal pro Jahr ist ein EKG erforderlich. Abtasten und Abhören der Schlagadern an den Beinen und am Hals. Regelmäßige Blutdruckkontrolle und Kontrolle der Fußpulse sind wichtig.

 


♦ Welche Folgeerkrankungen sind bei Diabetikern häufig?

Neben der Gefahr von Hyper- und Hypoglykämien führt eine über längere Zeit schlechte Blutzuckereinstellung zu einem erhöhten Risiko für Folgeerkrankungen. Zu den Folgeerkrankungen des Diabetes zählen Mikroangiopathien, Makroangiopathien sowie das diabetische Fußsyndrom. Mikroangiopathische Erkrankungen betreffen beispielsweise Augen und Nieren, während makroangiopathische Erkrankungen sich in einem Herzinfarkt oder Schlaganfall auswirken können. Herzinfarkte treten bei Zuckerkranken zwei- bis viermal so häufig auf wie bei Nicht-Diabetikern.

Das diabetische Fußsyndrom, das sich durch schwere Infektionen wie Entzündungen des Vorfußes auszeichnet, wird häufig durch die gestörte Temperatur- und Schmerzempfindung sowie Durchblutungsstörungen der Diabetiker gefördert. Hier sind vor allem die Patienten selbst gefragt.

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